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  • Jubiläum - 700 Jahre Hohenaverbergen


    Jens

    700 Jahre Hohenaverbergen

    Während einer Ortschaftversammlung wurde abgefragt, ob das Dorf im Jahr 2020 sein 700-jähriges Jubiläum überhaupt feiern wolle und wer sich bei der Organisation eines Festes aktiv einbringen möchte.. Die Resonanz war groß und Ende 2017 bildete sich die Arbeitsgruppe „2020 - 700 Jahre Hohen“ bestehend aus Hohener Bürgerinnen und Bürgern, Mitgliedern der Dorfgemeinschaft Hohenaverbergen, des Schützenvereines, der Ortsfeuerwehr, der Dorfjugend und der Ortsvorsteherin Birgit Söhn.

    Die Arbeitsgruppe 700 Jahre HohenaverbergenNach diversen Treffen in den vergangenen 2 Jahren wurden nun die Termine 30. April sowie der  2. und  3. Mai für die Jubiläumsfeierlichkeiten festgelegt. Die Detailplanung folgte und ein Festprogramm rund um und auf dem Dorfplatz wurde erarbeitet. Los ging es aber bereits in 2019 mit einer Fotoaktion für den  Hohener Jubiläumskalender 2020, der noch im Dezember herausgebracht und komplett verkauft wurde. Im Rahmen der Ortschaftversammlung zur Vorstellung des geplanten Festablaufes sollen noch ein paar helfende Hände für diverse kleinere Aufgaben gewonnen werden. Die Orga-Gruppe freut sich auf viele Hohener Bürgerinnen und Bürger, die dieses besondere Jubiläum ihres Heimatortes gemeinsam feiern wollen.  Gäste sind bei allen Veranstaltungen herzlich willkommen.

    Dorfplatz und Geschichte

    Das Dorf Hohenaverbergen ging vermutlich aus einer germanischen Ansiedlung hervor. Die archäologischen Funde menschlichen Lebens an diesem Ort und seiner Umgebung sind älter als die geschriebene Geschichte der Gemeinde. Urkundlich erwähnt wurde Hohenaverbergen erstmals um 1320 in einem Güterverzeichnis der Verdener Bischöfe.

    Im Jahr 1600 gab es 21 Höfe in Hohenaverbergen, was sich aber während des 30-jährigen Krieges, als der Ort unter schwedischer Herrschaft gelangte, auf 17 Hofstellen reduzierte. 1719 durch den Verkauf der schwedischen Besitzungen kam der Ort unter die kurfürstliche Herrschaft von Hannover. Durch die Annektierung Hannovers von Preußen wurde Hohenaverbergen ein preußisches Dorf im Norddeutschen Bund und ging 1871 in das neugegründete Deutsche Kaiserreich ein.

    Im Lauf des 19. Jahrhunderts wurde unter der hannoverschen Regierung eine umfassende Agrarreform vollzogen. Mit der Flurbereinigung und  der Ablösung jahrhundertealter Besitzrechte  wurden die Voraussetzungen  für eine markt- und leistungsorientierte Landwirtschaft  geschaffen. Die Höfe gingen in das Eigentum der Bauern über. Bis zum 1. Weltkrieg verlief das ländliche Leben in ruhigen Bahnen.

    Die Kriegs- und Nachkriegsjahre waren von Ausnahmesituationen geprägt: Kriegszwangswirtschaft, Räterepublik, Übergang von Monarchie zur Weimarer Republik, Versailler Vertrag, Inflation und Weltwirtschaftskrise. Tiefgreifende politische, wirtschaftliche und soziale Erschütterungen leiteten die politische Wende ein und förderten den Aufstieg  der Nationalsoziallisten. Unter der Nationalsozialistischen Regierung gehörte Hohenaverbergen dem Gau Osthannover an. Der 2. Weltkrieg hinterließ mit Tod und Zerstörung, auch im Dorf, einen tiefen Eindruck auf die Bewohner  von Hohenaverbergen. Nach Kriegsende stand der Ort unter Britischer Besatzung.

    Das Dorf wandelte sich: Die Einwohnerzahl verdoppelte sich mit dem Zustrom von Flüchtlingen. Neben die alten und wiederaufgebauten Höfe traten die Häuser von Neusiedlern. Durch die Rationalisierung der Landwirtschaft setzte ein Strukturwandel  ein, der zu einer Verlagerung von Arbeitsplätzen in Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe im Verdener und Bremer Raum führte.

    Hohenaverbergen ist ein altes Bauerndorf auf der Geest über dem Allertal geprägt in westlicher Richtung durch eine sanfte hügelige und waldreiche Landschaft und bis zur Gebietsreform im Jahr 1972 war der Ort eine selbständige Gemeinde. Heute gehört die Ortschaft zusammen mit 16 weiteren Dörfern zur Gemeinde Kirchlinteln im Landkreis Verden des Landes Niedersachsen. Der bäuerliche Charakter von Hohenaverbergen ist in den letzten 5 Jahrzehnten verlorengegangen, denn nur noch zwei Vollerwerbs-Landwirtschaftsbetriebe sind heute noch zu finden. Das Dorf wurde ein attraktiver Zuzugsort für viele Neubürger aus der näheren Umgebung.

    Festablauf

    30. April 2020

    18.00 Uhr Gedenkstein Enthüllung  begleitet vom Bläsercorps der Jägerschaft  des Landkreises Verden e.V.  -  anschließend Beisammensein mit Grillbüfett im Gasthaus „Zum Drommelbeck“.

    02. Mai 2020

    08.00 -13.00 Uhr Flohmarkt
    ca. 13.30 Uhr Einweihung "Milchkannenweg“
    ab 14.30 Uhr Kaffeetafel mit Torte und Butterkuchen aus dem Hohener Backhaus
    17.00 Uhr Aufstellen des Hohener Maibaumes mit Anbringen der Fahnen-Straßenbänder
    17.45 - 20.00 Uhr Dämmerschoppen im Festzelt
    21.00 Uhr Festparty mit DJ

    03. Mai 2020

    10.00 Uhr Gottesdienst im Festzelt mit Pastor Timme
    11.15 Uhr Frühschoppen mit der Blaskapelle TSV Daverden
    ab 13.00 Uhr Mittagessen aus dem Suppentopf
    ab 14.30 Uhr Kaffeetafel mit Torte und Butterkuchen aus dem Hohener Backhaus
    ca. 17.00 Uhr Ausklang mit dem Bläsercorps der Jägerschaft  des Landkreises Verden e.V.



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